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Unfälle im Haushalt

Haben Sie sich noch nie den Zeh verstaucht, weil da Rattanmöbel im Weg standen? Ganz plötzlich, ohne Vorwarnung. Oder sich verbrannt, weil die Herdplatte seltsamerweise doch noch heiß war, oder sich beim Kartoffelschälen geschnitten? Verbrüht, geprellt, von der Leiter gefallen?

Die meisten Unfälle passieren nun mal im Haushalt. Daran haben Rattan Möbel nun gewiß keine Schuld. Aber wir verbringen eben einen erheblichen Teil unserer Zeit zu Hause, wo es haufenweise Gelegenheiten gibt, zu Schaden zu kommen.

Außerdem ist man zu Hause eher entspannt als in der Arbeit oder auf der Straße, man paßt nicht so gut auf. Daher ist es nicht verwunderlich, daß es im Haushalt sogar mehr Todesfälle gibt als im Straßenverkehr: Etwa sechseinhalbtausend Menschen kommen in Deutschland jährlich zu Hause um, im Straßenverkehr gut Tausend weniger. Allerdings sinkt die Zahl der Verkehrstoten kontinuierlich, während die Zahl der Todesfälle zu Hause stetig ansteigt.

Aber so schlimm wird es ja nicht gleich enden, bloß weil man über Rattan Moebel stolpert. Die überwiegende Zahl der Verletzungen basiert natürlich auf den üblichen Verdächtigen: Kabel werden zu Stolperfallen, die selbstgemachte Reparatur führt zu Stromschlägen, die Leiter wackelt.

Nun kann man die absolute Sicherheit zu Hause selbstverständlich nicht erreichen. Wichtig ist deshalb die Frage: Wie gehe ich damit um, wenn etwas passiert ist? Wenn Ihr Kind, Ihr Partner, Ihr Besuch plötzlich mit Verätzungen aus der Küche gelaufen kommt? Ohne erste Hilfe-Kenntnisse kann das eine furchtbare, hilflose Situation sein.

Am gefährlichsten ist es statistisch in der Küche. Logisch, denn dort geht man relativ oft hin. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Flur und Bad.

Die Art der Unfälle zu Hause sind auch jahreszeitlich unterschiedlich. Die Zahl der Verbrennungen, Erstickungen etc. steigt in der Weihnachtszeit mit der Zahl der Wohnungsbrände an. Im Sommer dagegen sind Unfälle beim Grillen führend, z.B. wenn man zu spät dran ist, die Gäste kommen schon!, und man gießt deshalb eine erhebliche Menge Brandbeschleuniger dazu.

Auch der Frühjahrsputz macht sich bemerkbar: Nicht nur durch Hexenschuß vom Putzen, sondern auch durch falsches Trittwerk. Oder kennen Sie das nicht? „Ach, für die eine Stelle da oben brauch ich doch nicht extra die Leiter!“

Unfälle bei der Gartenarbeit

Die meisten Unfälle ereignen sich bekanntermaßen im Privathaushalt. Hierbei stehen an erster Stelle Fälle wie zum Beispiel Stürze über im Weg liegende Kabel, kleine Schnittwunden oder Stürze von der Hausleiter. Es gibt eine Vielzahl an Gefahrenherden im Privathaushalt. Einer davon ist die Gartenarbeit.

Auch im Bereich Gartenarbeit kann man sich schnell verletzen. Einige Verletzungen können vermieden werden, wenn man präventiv die richtige Arbeitskleidung beim Gärtnern tragen würde, wie zum Beispiel Arbeitshandschuhe, einen Helm oder eine Schürze. Durch das Tragen der Arbeitshandschuhe könnten beispielsweise kleine Schnittwunden und Schürfwunden vermieden werden, die man sich beim Schneiden von Rosenbüschen oder von Obstbäumen zusetzen kann.

Wer in seinem Garten selbst Holz hackt oder gar größere Holzstücke mit einer elektrischen Kreissäge zurecht schneidet, für den ist die richtige Arbeitskleidung unbedingt erforderlich. Bei der Arbeit mit der Kreissäge sind auch Ohrenschützer und eine Schutzbrille zu tragen, um Gehörschäden zu vermeiden. Durch das Tragen der Brille gelangen keine Holzsplitter in die Augen.

Für alle Fälle sollte im Gartenhaus, in der Scheune oder in Reichweite auch immer eine Erste – Hilfe – Kasten untergebracht sein, den man benutzen kann, wenn es ernst wird. Bitte prüfen Sie auch regelmäßig die Haltbarkeit der Materialien in diesem Kasten. Vor allem sollte Ihr Erste – Hilfe – Kasten Verbandszeug, Pflaster und Desinfektionsspray enthalten, wenn Sie im Garten arbeiten, da man dort leicht dreckig wird oder auch Schmutz in die Wunde kommen kann.

Gartenhäuser an sich können aber auch zu einer Gefahrenquelle werden. Manchmal nisten sich dort Wespen oder Hornissen ein und bauen dort ihre Nester. Seien Sie vorsichtig! Hornissennester darf man übrigens nicht zerstören, diese Tiere stehen unter Naturschutz! Informieren Sie bitte die Feuerwehr, um sich und die Tiere nicht ernsthaft zu verletzen

Bitte achten Sie auch darauf, festes Schuhwerk zu tragen, wenn Sie im Garten tätig sind. Es ist schnell passiert, dass man mit Sandalen ausrutscht und ungünstig fällt. Gerade ältere Menschen sollten diesen Rat beherzigen. Und noch ein Rat für ältere Menschen: Bitte informieren Sie immer jemanden darüber, wenn Sie in den Garten oder in das Gartenhaus gehen! Falls Ihnen etwas passiert (Schlaganfall, Hitzeschock), können Ihnen die Verwandten / Nachbarn eher helfen und vielleicht Ihr Leben retten!

Nachsorge bei der Fußball-WM

Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat es mittlerweile bis ins Halbfinale geschafft und Fans auf deutschen Straßen feiern mit ihren Helden. Leider gehen mit jedem Spiel auch immer Unfälle und Sachbeschädigungen einher. Die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr sind während dieser Zeit besonders stark beansprucht. Auch Hausverwaltungen von direkt an Fanmeilen liegenden Häusern haben nach den Spielen allerhand Aufräumarbeiten zu erledigen.

Erste-Hilfe wird vor allem aufgrund der zunehmenden Hitze und damit einhergehenden Schwächeanfällen nötig. Auch Schlaganfälle kommen statistisch gesehen während aufregender Fußballspiele häufiger vor als zu spielfreien Tagen. Viele Fans trinken zu wenig Wasser, zu viel Alkohol oder beides zusammen und landen dann früher oder später im Krankenwagen oder im Rettungszelt. Auch Unfälle mit Feuerwerkskörpern oder Verletzungen aufgrund von Autokorsos wurden bisher berichtet.

Aber nicht nur die üblichen professionellen Helfer sind momentan gefragt. Auch die eine oder andere Hausverwaltung wurde von umherziehenden „Fans“ zwar nicht zur Erst-Hilfe, aber immerhin zur Nachsorge ihrer verwalteten Einrichtung gezwungen. Denn Sachbeschädigungen oder Verwüstungen des Gartens interessieren zunächst einmal die Verantwortlichen bei der Hausverwaltung.

Als hätten die, ohnehin mit zahlreichen Aufgaben beschäftigten Hausverwalter nicht schon genug Aufgabenbereiche wie beispielsweise die Erstellung der jährlichen Nebenkostenabrechnungen, Buchführung, Wohnungsabnahmen, Neuvermietung und noch viele weitere mehr, müssen sie sich jetzt auch noch um die Hinterlassenschaften einiger schwarzer Schafe kümmern. Im Rahmen einer Marketingkampagne sollte der DFB Werbeartikel versenden. Am Besten an die armen und geplagten Hausverwalter – sozusagen als Unterstützung. 

Letztendlich haben viele Leute Spaß an der Fußball-WM, ein Paar davon scheinen aber zu vergessen, dass Hilfskräfte, Hausverwalter oder Müllabfuhr gerade in dieser Zeit besonders viele Aufgaben zu erfüllen haben. Daher wird um etwas mehr Rücksicht auf die, im Hintergrund agierenden Helferlein gebeten, sodass auch diese nicht ganz und gar auf den Genuss des Spektakels verzichten müssen.

Damit hoffen wir weiterhin auf gute Fußballspiele, unbeschädigte Häuser und maßvollen Alkoholgenuss. Denn nicht nur Erste-Hilfe, sondern auch Nachsorge kann sehr zeit-, sowie kostenintensiv werden. Bei speziellen Fragen zur Gebäudereinigung wenden sie sich bitte an ihre Hausverwaltung.

Interesse, zu helfen, kann bereits in der Kindheit entstehen

Im Gespräch mit vielen Rettungssanitätern, Ärzten und anderen Berufsgruppen, die sich auf das medizinische Helfen spezialisiert haben, erfahre ich immer wieder, dass das Interesse anderen zu helfen bei denen, die diese Berufe ausüben, bereits im Kindes- und Jugendalter geweckt wurde. So spielten einige bereits als Kinder mit Playmobil am liebsten auf der Krankenstation oder wollten sich ein solches Boot kaufen (das Rettungsboot aus dem Spielesortiment).

Ich finde dies bemerkenswert, vor allem deshalb, weil man immer wieder über die Bedeutung des kindlichen Spiels spricht. Denn schließlich verarbeiten Kinder im Spiel nicht nur das, was sie erlebt haben, sondern sie gehen auch ganz gezielt ihren Interessen nach. In den Fällen der medizinischen Fachkräfte war dies wohl, anderen zu helfen und dafür zu sorgen, dass es ihnen wieder besser geht. Die Frauen berichten, dass sie oft mit Puppen gespielt haben, die vielleicht nur noch ein Auge hatten und die sie dann fürsorglich gepflegt haben.

Männer hingegen fühlten sich dann eher zu den Helikoptern und den Rettungsbooten hingezogen und simulierten spannende Rettungsaktionen. Doch dafür mussten deren Eltern natürlich erst das passende Boot kaufen – in diesem Fall das Rettungsboot. Natürlich haben viele Kinder auch mit anderen Kindern gemeinsam diese packenden Geschichten nachgespielt, sei es mit den Spielfiguren oder im Rollenspiel als eigene Darsteller. Häufig sollen solche Geschichten (z.B. dass eine Person krank war und die andere sie umsorgten) auch in Rollenspielen wie etwa „Mutter, Vater, Kind“ vorgekommen sein.

Im Jugendalter wurde dieses Interesse dann noch greifbarer und viele schauten sich Arztserien an oder traten gleich einem gemeinnützigen Verein bei wie beispielsweise der freiwilligen Feuerwehr oder dem Deutschen Roten Kreuz. Hier konnten die Jugendlichen dann das nötige Fachwissen und die geeigneten Handgriffe erlernen. Nun stand dem tatsächlichen Helfen von Menschen nichts mehr im Wege. Viele schlugen auch beruflich eine solche Laufbahn ein und sind nun Sanitäter, Mediziner oder Pflegepersonal.

Im Zweifelsfall hilft das Internet

Bei vielen von uns ist der letzte Erste – Hilfe – Kurs bereits eine Zeit lang her. Daher kann es schon einmal vorkommen, dass wir uns nicht ganz sicher sind, ob wir alle erforderlichen Maßnahmen der Ersten Hilfe noch korrekt beherrschen. In manchen Haushalten kleben daher kleine Stichwortzettel direkt neben dem Verbandskasten. Hier wird in aller Kürze erklärt, was man zum Beispiel bei einer Schnittverletzung tun muss.

Diese Anweisungen können Sie in medizinischen Einrichtungen oder aber auch im Internet bekommen. Nicht umsonst habe ich hier auf meiner Seite die Erste – Hilfe – Maßnahmen bereits beschrieben. Sie können sich daraus einen Stichwortzettel zusammenstellen. Tun Sie dies am besten gleich, damit Sie nicht im Notfall ratlos sind. Dann nützt Ihnen auch das schnellste DSL nichts mehr!

Wer sich ganz unsicher ist, dem bringt das Internet eine Menge. Es ist mittlerweile eines der wichtigsten Medien der Kommunikation. Natürlich stehen die Informationen über Erste Hilfe jederzeit im Internet bereit, man kann daher ständig darauf zugreifen oder sich in Foren über gemachte Erfahrungen austauschen. Auch findet man dort meist Anleitungen mit Bild, zum Beispiel für die Ausführung einer stabilen Seitenlage. Damit kann man deren Ablauf zu Hause einmal „trocken“ üben, um dann im Ernstfall auf alles vorbereitet zu sein.

Wer einen großen Nachholbedarf in Sachen Erste – Hilfe – Maßnahmen bei sich selbst bemerkt, sollte über die Auffrischung des Erste – Hilfe- Kurses nachdenken. Auch hierbei werden Sie im Internet fündig. Zum Beispiel können Sie auf der Seite Ihres Gesundheitsamtes nachlesen, wann dort die nächsten Kurse für Neulinge und die Auffrischungs – Kurse abgehalten werden.

Über das Internet können Sie sich auch neue Erste Hilfe – Kästen bestellen, falls Ihrer zu Hause abgelaufen ist oder Sie noch gar keinen zu Hause haben. Natürlich geht dies auch ohne DSL und Internet im Allgemeinen: Ihren Erste – Hilfe- Kasten können Sie zum Beispiel im Baumarkt erwerben.

Hilfsbereitschaft bei Kindern fördern

Interesse, zu helfen, kann bereits in der Kindheit entstehen

Im Gespräch mit vielen Rettungssanitätern, Ärzten und anderen Berufsgruppen, die sich auf das medizinische Helfen spezialisiert haben, erfahre ich immer wieder, dass das Interesse anderen zu helfen bei denen, die diese Berufe ausüben, bereits im Kindes- und Jugendalter geweckt wurde. So spielten einige bereits als Kinder mit Playmobil am liebsten auf der Krankenstation oder wollten sich Boot kaufen – das Rettungsboot aus dem Spielesortiment ist besondert beliebt.

Ich finde dies bemerkenswert, vor allem deshalb, weil man immer wieder über die Bedeutung des kindlichen Spiels spricht. Denn schließlich verarbeiten Kinder im Spiel nicht nur das, was sie erlebt haben, sondern sie gehen auch ganz gezielt ihren Interessen nach. In den Fällen der medizinischen Fachkräfte war dies wohl, anderen zu helfen und dafür zu sorgen, dass es ihnen wieder besser geht. Die Frauen berichten, dass sie oft mit Puppen gespielt haben, die vielleicht nur noch ein Auge hatten und die sie dann fürsorglich gepflegt haben.

Männer hingegen fühlten sich dann eher zu den Helikoptern und den Rettungsbooten hingezogen und simulierten spannende Rettungsaktionen. Doch dafür mussten deren Eltern natürlich erst das passende Boot kaufen – in diesem Fall das Rettungsboot. Natürlich haben viele Kinder auch mit anderen Kindern gemeinsam diese packenden Geschichten nachgespielt, sei es mit den Spielfiguren oder im Rollenspiel als eigene Darsteller. Häufig sollen solche Geschichten (z.B. dass eine Person krank war und die andere sie umsorgten) auch in Rollenspielen wie etwa „Mutter, Vater, Kind“ vorgekommen sein.

Im Jugendalter wurde dieses Interesse dann noch greifbarer und viele schauten sich Arztserien an oder traten gleich einem gemeinnützigen Verein bei wie beispielsweise der freiwilligen Feuerwehr oder dem Deutschen Roten Kreuz. Hier konnten die Jugendlichen dann das nötige Fachwissen und die geeigneten Handgriffe erlernen. Nun stand dem tatsächlichen Helfen von Menschen nichts mehr im Wege. Viele schlugen auch beruflich eine solche Laufbahn ein und sind nun Sanitäter, Mediziner oder Pflegepersonal.

Gehhilfen für mehr Mobilität

Gehhilfe

Die Gehhilfe ist für Menschen mit leichten Gehbehinderungen oft das Tor zur Außenwelt. Ist die Mobilität eines Menschen durch alters-, unfall- oder krankheitsbedingte Probleme im Bewegungsapparat eingeschränkt, hat dies weitreichende Folgen für den Betroffenen. Nicht nur, dass das Gehen an sich schwerfällt oder schmerzbedingt nahezu unmöglich wird, auch der Kontakt zur Außenwelt wird abhängig von der Unterstützung und Hilfe anderer.

Diese Abhängigkeit schmerzt viele Betroffene oft mehr, als die eingeschränkte Mobilität. Die Tatsache, dass man nach all den Jahren plötzlich Hilfe für die täglichen Einkäufe und Unternehmungen benötigt und entsprechend nur noch begrenzt am aktiven Leben außerhalb der eigenen vier Wände teilnehmen kann, schmerzt gerade aktive Menschen, die von Gehbehinderungen betroffen werden. Gehhilfen geben bei vielen Formen von Gehbehinderungen ein Stück Mobilität zurück oder helfen diese zumindest in Teilen zu erhalten.

Individuelle Gehhilfe für den persönlichen Bedarf

Die richtige Gehhilfe unterstützt den Betroffenen je nach Bedarf: Krücken und Gehstöcke unterstützen dabei, bestimmte Gelenke oder Körperpartien weniger mit dem Eigengewicht des Patienten zu belasten. Rollatoren und Gehwagen helfen bei einem Halten des Gleichgewichtes und entlasten ebenfalls vom Eigengewicht. Gleichzeitig bieten sie mehr Stabilität auf unebenen Flächen.

Die richtige Gehhilfe wird gemeinsam mit Arzt und Sanitätshaus gefunden. Eine gute Beratung und die individuelle Betreuung beim Ausprobieren der richtigen Gehhilfe sind grundlegend für den späteren Erfolg, der dem Betroffenen hilft, sein Leben zumindest in Teilen wieder unabhängiger zu gestalten.

Die Krankenkasse als Partner bei der Wahl der Gehhilfe

Medizinisch betrachtet gehören Gehhilfen zu den sogenannten Hilfsmitteln im Rahmen der Rehabilitation, was bedeutet, dass Gehhilfen grundlegend zum Leistungskatalog der Krankenkassen gehören, die Kosten für selbige entsprechend bei Bedarf übernommen werden.

Zu den Varianten der Gehhilfe zählen Krücken und Gehstöcke, Gehhilfen als Gestelle (starr oder mit Rollen) sowie verschiedene Formen des sogenannten Gehwagens, die bisweilen mit einem Korb oder einem Sitz für kurze Ruhepausen ausgestattet sind.

Foto: Euthymia – Fotolia

Erste Hilfe und WoW

Das Thema Erste Hilfe hat sich auch in der Computerspiel – Szene ausgebreitet und eine Wichtigkeit für alle die erlangt, die sich gerne mit Rollenspielen beschäftigen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Rollenspiel World of Warcraft (WoW). Hier ist das Spielziel, mit einem selbst erschaffenen Charakter durch eine Welt voller Gefahren zu gelangen, die man bekämpfen muss, um seinen Auftrag zu erfüllen (eine Prinzessin befreien oder etwas ähnliches).  Man kann sich dieser Gefahr auch in einer Gruppe stellen, welche auch „Fraktion“ genannt wird. Vorweg meine ich keine Brustvergrößerung wie sie anscheinend alle weiblichen Charaktermodelle in MMORPGs erhalten zu haben scheinen.

Ganz allgemein kann man wohl sagen, dass WoW wie alle anderen Computerrollenspiele auf der Basis der früheren Pen&Paper – Rollenspiele basiert, zum Beispiel „Das Schwarze Auge“ oder „Dungeons & Dragons“. Bei diesen Spielen begab man sich mit seinem erstellten Charakter in eine Fantasiewelt, z.B. eine Welt, die etwa im Mittelalter spielte, in der es viele Zauberer, Hexen oder Drachen gab, welche man bekämpfen musste. Man schloss sich einer bestehenden Gruppe an und durch taktisches Geschick versuchten alle Gruppenmitglieder, ihre Fähigkeiten so gut miteinander zu kombinieren, dass der Auftrag (zum Beispiel eine Prinzessin aus den Klauen eines Drachen zu retten oder einen bösen Magier zu vernichten) gelingen könne. Diese Spiele wurden ohne technische Hilfsmittel ausgeführt und basierten auf einem Erzählersystem. Der Erzähler führte durch die Geschichte und die Spieler handelten im Sinne ihres erstellten Charakters.

Nun wurde das Ganze für PCs programmiert und diese Spiele erfreuen sich großer Beliebtheit. World of Warcraft oder Neverwinter Nights 2 sind solche beliebten Rollenspiele. Das Thema Erste Hilfe kommt hier zum Einsatz, wenn eine der Figuren verwundet wurde. Jeder Spieler hat zwar die Möglichkeit, sich im Spiel selbst zu heilen, es ist jedoch anzumerken, dass es gewisse Spielerklassen gibt, die diese Heilkunst besser beherrschen als andere, zum Beispiel Kleriker oder Paladine, sowie ein Magier / Heiler. Außerdem ist es einem Spieler, wenn er bewusstlos ist, auch nicht möglich, sich selbst zu heilen. Für WoW gibt es sogar einen Erste Hilfe Guide, bei dem man Tricks zur Verbesserung der Fähigkeiten nachlesen kann. Je nach Talent kann man etwa einen WoW Erste Hilfe Froststoffverband herstellen und ihn einem Verletzten umlegen.

WOW inzwischen als eines der erfolgreichsten Online Spiele aller Zeiten etabliert. Doch wo Licht da auch Schatten und so gibt es nicht nur positive Meldungen zu diesem Spiel. Ganz im Gegenteil – bei 9 Millionen aktiven Abonennten (Stand 2009) ist nicht unerheblicher Teil süchtig nach diesem Spiel. Dies resultiert teilweise in dramatischen Veränderungen der Persönlichkeit, Vernachlässigung der sozialen und beruflichen Verhältnisse, Vereinsamung und psychischen Problemen. Bedingt durch die Tatsache, dass einige Aufgaben innerhalb des Spieles nur in stundenlanger Zusammenarbeit mit anderen Mitspielern vollbracht werden können passieren auch ständig Unfälle im Haushalt und teilweise mussten vollkommen augetrocknete, unterernährte Spieler mit erster Hilfe behandelt werden. Gegen die Langzeitfolgen wie Unterernährung oder Übergewicht kann nur noch professionelle Hilfe beispielsweise um wieder abnehmen zu können in Anspruch genommen werden.

Erste – Hilfe – Set hilft Eltern und Kindern unterwegs

Welche Eltern kennen das nicht: Man ist mit den Kindern unterwegs, zum Beispiel auf dem Spielplatz oder man unternimmt eine Radtour. Auf einmal passiert es: Das Kind stürzt vom Fahrrad oder verletzt sich auf andere Art und Weise. Oft geht dies so schnell, dass die Eltern sogar dann nicht mehr rechtzeitig reagieren können, wenn sie direkt neben dem Kind stehen. Durch die Verletzung steht das Kind unter Schock und es hat Schmerzen. Was nun?

In diesem Falle ist es immer sinnvoll, zumindest das Nötigste an Erste – Hilfe – Utensilien dabei zu haben. Diese kann man in einer extra dafür vorgesehen Tasche (in der Regel so groß wie eine kleine Wickeltasche) oder gut verpackt, zum Beispiel in der Wickeltasche mit sich tragen. Wer diese Gegenstände mit sich führt, den kann so schnell nichts erschüttern. Wie sie die betreffenden Wunden verarzten können, habe ich bereits eingehend erklärt. Aus diesem Grund habe ich hier noch Ratschläge von anderen Eltern für Sie zusammengestellt:

Richard, 37 Jahre: „Bei meinen zwei lebhaften Jungs ist es eigentlich an der Tagesordnung, dass sich einer verletzt. Aus diesem Grund packe ich immer Kinderpflaster und Desinfektionsmittel ein. Natürlich sind sie auch gegen Wundstarrkrampf geimpft! Meist holen sich die beiden irgendwo ein paar Kratzer oder Schrammen. Am Anfang hatten sie Angst vor dem Desinfektionsmittel, mittlerweile haben sie sich aber daran gewöhnt. Sprüche wie ‚Ein Indianer kennt keinen Schmerz!‘ gibt es bei mir nicht – auch Männer dürfen weinen, wenn ihnen danach ist!!“

Beate und Ulla (beide 29 Jahre): „Wir gehen meistens mit unseren Kindern gemeinsam auf den Spielplatz. Zuvor sprechen wir uns ab, sodass eine von uns die Erste-Hilfe-Sachen mitnimmt und die andere kümmert sich um die Verpflegung, denn wir bleiben oft stundenlang dort. Kleine Wunden können wir auf diese Weise schnell versorgen.“

Erste – Hilfe – Maßnahmen: Vergiftungen

Vergiftungen kommen häufig bei Selbstmördern oder bei (Klein)Kindern vor. Gerade Kinder sind davon betroffen, zum Beispiel, wenn Sie im Garten spielen und giftige Pflanzen / Pilze in den Mund nehmen oder gar essen. Um Vergiftungen bei Kindern zu vermeiden, lohnt es sich, mit Kindern darüber zu sprechen, welche Pflanzen giftig sind und welche nicht.

Symptome von Vergiftungen:
Das Opfer klagt über Übelkeit, plötzlich auftretende Bauchschmerzen, Durchfall oder es muss sich Erbrechen. Auch Kopfschmerzen oder ein Schwindelgefühl können sich einstellen. Das Bewusstsein des Opfers ist getrübt oder es wird sogar bewusstlos. Nicht selten verfällt das Opfer aufgrund der Erregung in einen Schock, wodurch auch die Atmung gestört wird. Es kann auch zu Atem – oder Herz – Kreislauf – Stillstand kommen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Betroffene wirklich vergiftet ist, befragen Sie Augenzeugen oder suchen Sie Hinweise, zum Beispiel Medikamente, Behältnisse oder Giftreste. Beachten Sie, dass nicht immer alle Merkmale auftreten müssen, die Sie mit einer Vergiftung verbinden. Es ist also hier besonders wichtig, die Situation gut zu überprüfen.

Erste – Hilfe – Maßnahmen bei Vergiftungen:
Kontrollieren Sie die Lebenszeichen des Opfers.
Hat es das Bewusstsein verloren, verständigen Sie umgehend den Notarzt!
Atmet das Opfer, so bringen Sie es in die stabile Seitenlage!
Schauen Sie sich nach Giftresten (Hinweisen darüber) oder nach Erbrochenem um!

In manchen Fällen gibt es weitere notwendige Maßnahmen bei Vergiftungen. Deswegen möchte ich kurz auf sie eingehen:
Vergiftungen über die Atemwege:
Bringen Sie den Betroffenen in Sicherheit – verlassen Sie die mit ihm Gefahrensituation! Achten Sie dabei stets auf Ihre eigene Sicherheit!

Hilfe beim Erbrechen:
Wenn der Vergiftete sitzt: Beugen Sie seinen Kopf nach Vorne und halten Sie mit einer Hand seine Stirn fest. Halten Sie mit einer freien Hand ein Gefäß dicht unter den Mund.
Wenn der Vergiftete liegt: Drehen Sie seinen Kopf zur Seite. Halten Sie mit der anderen Hand das Gefäß unter den Mund.

TIPP für Eltern:
Um in Gefahrensituationen entsprechend schnell und professionell handeln zu können, sollten Sie sich, vor allem wenn sich Kinder im Haushalt befinden, entsprechende Telefonnummern sichtbar aufschreiben. Achten Sie dabei darauf, dass die Nummern immer gut zu finden sowie lesbar sind und beispielsweise nicht durch Kinderspielzeug verdeckt werden.