Erste Hilfe bei Kammerflimmern

700.000 Menschen sterben in Europa jährlich am plötzlichen Herztod. Den Herzrhythmusstörungen erliegen in Deutschland alleine mehr als 100.000 Menschen im Jahr. Ein Grund für die erschreckend hohen Zahlen sind die oftmals viel zu spät eintreffenden rettenden Nothelfer und Einsatzkräfte. Jede Sekunde zählt bei der Rettung aus dieser lebensbedrohlichen Situation von akuten Herz- und Kreislaufstörungen. Man spricht auch vom Kammerflimmern oder der ventrikulären Fibrillation. Dies ist eine lebensbedrohliche pulslose Herzrhythmusstörung. Hierbei laufen in den Herzkammern ungeordnete Erregungen ab und der Herzmuskel kontrahiert sich nicht mehr ordentlich. Wegen der fehlenden Pumpleistung des Herzens führt das Kammerflimmern unmittelbar zum Tod.

Hilfe auch durch Laien

Bevor die professionellen Einsatzkräfte herbeigeeilt sind, kann aber schon von den unmittelbar vor Ort stehenden Personen Erste Hilfe geleistet werden. Dazu ist ein entsprechendes Gerät vonnöten, der sogenannte Defibrillator. Ein Beispiel sind die Defibrillatren DOC oder AED Defi (weitere Informationen unter http://www.safe-tic.de/produkte/doc.html). Eine medizinische Notversorgung leistet schon Vorarbeit für die professionellen Rettungskräfte. Es gibt bei diesen Geräten nach der Entnahme aus dem Notfallkoffer, beziehungsweise aus dem Gehäuse, eine direkte Sprechverbindung zur Notrufzentrale 112. Diese Geräte zur Erstversorgung bei Herzstillstand sollten nicht fehlen in Einrichtungen und auf Plätzen mit großem Publikumsverkehr. In Hotels etwa, oder in der Industrie, im Handel und Dienstleistungsunternehmen, auf Campingplätzen oder auf Golfplätzen.

So funktioniert ein Defibrillator

Ein Defibrillator kann als Schockgeber durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen beenden. Gemeint sind Kammerflimmern und Kammerflattern oder ventrikuläre Tachykardien, Vorhofflimmern und Vorhofflattern. Bein Einsatz eines Defibrillators spiet die Zeit eine wichtige Rolle. Rund zehn Minuten benötigt der Rettungsdienst zur Anfahrt. Die Überlebenschancen sinken jedoch von Minute zu Minute drastisch. Schon nach drei bis fünf Minuten sterben die ersten Gehirnzellen ab. Ein rascher Einsatz von lebensrettenden Maßnahmen durch einen Defibrillator sind deshalb lebenswichtig. Wird dieser innerhalb der ersten drei Minuten angewandt in Zusammenhang mit der darauffolgenden Versorgung durch den Rettungsdienst, so erhöhen sich die Überlebenschancen auf über 70%.