Verletzungen bei Kindern richtig behandeln

Kinder lieben es, (im Freien) zu toben und auf diese Weise die Welt zu erkunden, sei es, beim Klettern auf Bäume, beim Spiel mit ihren Kettler Kettcars oder Fahrrädern, auf dem Spielplatz, in der Wohnung oder am Bach. Es bleibt nicht aus, dass dadurch auch einmal Verletzungen zustande kommen können. Ich möchte Sie darüber informieren, was Sie beim Verarzten Ihrer Kleinen beachten sollten.

  • Verbrennungen: Es ist schnell passiert – gerade bei Kleinkindern – dass sich ein Kind eine Verbrennung zuzieht. Welche Maßnahmen Sie einleiten sollten, lesen Sie bitte im Artikel „Erste – Hilfe – Maßnahmen: Verbrennungen“ nach. Wichtig ist, wenn Sie ein kleines Kind behandeln umso mehr, dass Sie Ruhe bewahren, um das verängstigte Kind nicht noch mehr zu beunruhigen.
  • Nasenbluten: Es kann vorkommen, dass Kinder aus heiterem Himmel Nasenbluten bekommen. Hat ein Kind dies noch nie zuvor erlebt, wird es sehr beunruhigt sein. Bleiben Sie ruhig und ergreifen Sie die Initiative: Beugen Sie den Kopf des Kindes nach Vorne und drücken Sie die Nasenflügel für fünf bis zehn Minuten zusammen. Unterstützend bringen Sie bitte kalte Umschläge auf dem Nasenrücken und im Nacken an. Decken Sie die Blutung anschließend mit einer Kompresse oder ähnlichem Material ab.
  • Kleine Schürfwunden können leicht entstehen, wie etwa bei einem Sturz von einem Berg Kettcar.
  • Lassen Sie oberflächliche Wunden gut ausbluten, wenn diese verschmutzt sind. Spülen Sie die Wunde danach gut aus und besprühen Sie sie mit einer desinfizierenden Lösung. Überkleben Sie dies anschließend durch ein Pflaster. Wenn die Stelle schwer zu erreichen ist, nehmen Sie Sprühpflaster. In der Heilphase ist es ratsam, eine Heilsalbe aufzutragen
  • Größere Schürfwunden bitte nicht abdecken! Behandeln Sie diese mit einer Salbe!
  • Hat sich das Kind einen blauen Fleck zugezogen, kann man dessen Ausbreitung durch Eispackungen verhindern.

Der kleine Patient freut sich übrigens über eine Umarmung oder lustige Kinderpflaster. Und bitte erzählen Sie Ihrem Kind nicht, dass „ein Indianer keinen Schmerz kennt“. Dieser salopp dahin gesagte Spruch hat schon so manche Kinder negativ für ihr Leben geprägt, was das Schmerzempfinden und das Zeigen von Gefühlen angeht. Dem Kind geht es gerade schlecht, es hat Angst – Weinen ist erlaubt!